Bei den meisten Longboards mit Reverse-Kingpin-Trucks zeigen die Kingpins nach außen – Richtung Nose und Tail, weg von der Mitte des Decks. Traditionelle Kingpin-Trucks zeigen meist nach innen. Verlässlich entscheidet der Truck-Typ, nicht ob das Board Topmount oder Drop-Through ist.
Schneller Ausrichtungs-Check
Stell dich über das Longboard und such an jedem Truck die große Kingpin-Schraube. Bei einem normalen Reverse-Kingpin-Setup zeigt der vordere Kingpin zur Nose und der hintere zum Tail. Die beiden Kingpins zeigen also voneinander weg. Hanger und Achsen bleiben parallel, und beide Trucks sollten symmetrisch einlenken, wenn du das Deck kippst.
Wenn du nicht sicher bist, ob deine Trucks Reverse- oder traditionelle Kingpin-Trucks sind, vergleiche die Anordnung von Hanger und Kingpin vor dem Fahren mit der Montageanleitung des Herstellers. Gleiche ein falsch montiertes Setup nicht über die Härte der Trucks aus.
Was hat es mit Longboard-Trucks auf sich?
Reden wir zuerst über die Teile. Denn wenn du nicht weißt, was du vor dir hast, wie willst du es dann reparieren? Deine Trucks bestehen aus diesen Hauptteilen:
- Achse: Die Stange, auf der sich deine Rollen drehen.
- Hanger: Das T-förmige Metallstück, das die Achse hält.
- Kingpin: Die Schraube, die durch die Bushings läuft und im Grunde bestimmt, wie fest oder locker sich deine Kurven anfühlen.
- Bushings: Polster aus Urethan, die dir das schöne Lenkgefühl geben.
- Grundplatte: Der flache Teil, der an dein Board geschraubt ist.
- Pivot Cup: Ein kleines, leicht übersehenes Urethan-Teil, das dafür sorgt, dass sich dein Hanger geschmeidig bewegt.
Verstanden? Gut. Wenn du die Teile kennst, vermeidest du viel leichter Anfängerfehler.
Also … in welche Richtung zeigen Longboard-Trucks?
Das hängt davon ab, welche Trucks du hast:
- Reverse-Kingpin-Trucks (RKP): Das sind die Stars beim Longboard. Die Kingpins (die große Schraube) sollten NACH AUSSEN zeigen, weg von der Mitte des Boards. Warum? Stabilität. Kontrolle. Ein Fahrgefühl, als würdest du Wellen auf Asphalt carven. Perfekt zum Cruisen, für Downhill oder einfach zum Genießen.
- Traditionelle Kingpin-Trucks (TKP): Die sind eher im Skateboard-Stil. Die Kingpins zeigen NACH INNEN, zur Mitte des Boards. Für die meisten Longboards nicht die beste Wahl, aber eine Option, wenn du ein Hybrid-Setup willst oder in den Skatepark gehst.
Profi-Tipp: Wenn sich deine Fahrt wie ein wackeliger Albtraum anfühlt, prüf die Ausrichtung deiner Trucks. Eine falsche Ausrichtung kann das Lenkverhalten unberechenbar machen.
Warum Reverse-Kingpin-Trucks bei Longboards üblich sind
Machen wir es nicht komplizierter als nötig: Reverse-Kingpin-Trucks sind praktisch für Longboards gemacht. Darum:
- Jede Menge Stabilität: Nach außen zeigende Kingpins geben dir eine felsenfeste Basis, selbst bei hohem Tempo.
- Geschmeidige Kurven: Die angewinkelte Bauweise macht Carving mühelos, wie Surfen ohne Wasser (und ohne Haie).
- Vielseitig: Egal ob du cruist, Hügel runterbretterst oder Freeride-Tricks probierst, RKPs stehen dir zur Seite.
Trucks montieren wie ein Profi
Egal ob du ein neues Setup zusammenbaust oder ein altes reparierst, halte dich an diese Reihenfolge:
Topmount-Setup
- Richte die Löcher der Grundplatte an deinem Deck aus.
- Achte darauf, dass die Kingpins nach außen (RKP) oder nach innen (TKP) zeigen – zweimal prüfen, einmal festziehen.
- Zieh die Schrauben über Kreuz an.
Drop-Through-Setup
- Nimm Hanger und Bushings vom Truck ab.
- Schieb die Grundplatte durch die vorgeschnittene Aussparung im Deck.
- Setz alles wieder zusammen und achte darauf, dass der Kingpin in die richtige Richtung zeigt.
Häufige Fehler, die du vermeiden solltest
Sei nicht diese Person. Darauf solltest du achten:
- Verkehrt herum montierte Trucks: Das hatten wir schon – bei RKPs zeigen die Kingpins NACH AUSSEN.
- Lockere Schrauben: Zieh alles richtig fest, sonst wackelst du dich direkt auf den Asphalt.
- Keine Riser Pads: Große Rollen? Nutze Riser Pads, um Wheelbite zu vermeiden.
- Bushings ignorieren: Sie sind wichtiger, als du denkst. Weich = geschmeidige Kurven. Hart = mehr Stabilität.
Feintuning für dein Board
Sobald deine Trucks richtig sitzen, geht es um die Details:
- Härte: Willst du weich carven? Lockere die Trucks. Brauchst du Stabilität bei Tempo? Zieh sie fester.
- Bushings: Probier verschiedene Härtegrade aus, bis sich dein Board wie maßgeschneidert anfühlt.
- Winkel der Grundplatte: Hohe Winkel (50°) = enge Kurven. Niedrige Winkel (30°–45°) = bessere Kontrolle bei Tempo.
FAQ (weil sowieso alle fragen)
F: Kann ich TKP-Trucks auf einem Longboard fahren?
A: Klar, aber das ist wie Anzugschuhe beim Wandern. Es geht, ist aber nicht ideal.
F: Was passiert, wenn meine Trucks verkehrt herum montiert sind?
A: Dein Board fühlt sich an wie ein betrunkener Einkaufswagen. Behebe das so schnell wie möglich.
F: Brauche ich Riser Pads?
A: Wenn du große Rollen hast, ja. Außer du magst es, wenn dein Deck mitten in der Kurve an den Rollen schleift.
Fazit
Die Trucks richtig einzustellen ist nicht schwer, macht aber einen riesigen Unterschied. Nach außen zeigende Kingpins (bei RKPs) sind deine goldene Regel. Wenn das sitzt, fährt dein Longboard wie im Traum: geschmeidig, stabil und bereit für alles, was der Asphalt dir bietet.
Jetzt raus und fahren … aber erst, nachdem du dein Setup noch einmal geprüft hast. Du wirst es mir danken.



