Sind Retrospec Longboards gut?
Retrospec Longboards sind solide Budget-Completes für Anfänger, gemütliches Cruisen und kurze Pendelstrecken. Die günstigen Preise, stabilen Formen und leicht erhältlichen Ersatzteile machen sie zu einfachen ersten Boards, aber die serienmäßigen Kugellager, Bushings und Schrauben sind nicht mit Premium-Completes vergleichbar.
Nimm eins, wenn dir ein günstiger Preis und ein fahrbereites Setup am wichtigsten sind. Schau dich weiter oben um, wenn du anspruchsvolles Downhill, häufiges Freeride oder langlebige Komponenten erwartest. Retrospec hat auch die Marke Ten Toes übernommen; mehr zur Geschichte und den Modellen findest du in unserem separaten Ten Toes Longboard Test.
Kommen wir gleich zur Sache: Retrospec Longboards sind dir wahrscheinlich schon begegnet, als du nach etwas Günstigem, Stylishem und nicht aus Pappe Gebautem gesucht hast. Sie sind überall – auf dem Campus, in der Stadt, unter dem Typen, der glaubt, dass Carven zur Vorlesung ihn cooler macht (Spoiler: Ein bisschen stimmt das).
Aber die große Frage: Sind Retrospec Boards wirklich gut, oder brechen sie schneller als deine Neujahrsvorsätze?
Hier die ehrliche Antwort:
Was hat es mit Retrospec auf sich?
Retrospec ist eine kalifornische Marke, die „preiswertes Alles“ herstellt – Fahrräder, Helme, Rollschuhe und ja, Retrospec Longboards. Ihre Mission? Outdoor-Ausrüstung bezahlbar machen, damit du keine Niere verkaufen musst, um loszurollen.
Warum die Leute sie mögen:
- Anfängerfreundliche Formen
- Preise, die nicht wehtun (die meisten unter 100 $)
- Viele Styles und Deckformen
- Retro-Surf-Look (dein Board sieht vielleicht cooler aus als du)
Stell dir Retrospec wie dein erstes Bier vor. Kein Craft, nichts Ausgefallenes, aber es erfüllt seinen Zweck, ohne deinen Geldbeutel zu ruinieren.
Arten von Retrospec Longboards
Nicht alle Boards sind gleich. Hier das Sortiment:
- Pintail (Retrospec Zed 41“)
Die klassische Surfbrett-Form. Stabil, geschmeidig und die erste Wahl für absolute Anfänger. - Kicktail (Retrospec Zed 44“)
Wie ein Pintail, aber mit hochgezogenem Tail – damit lenkst du enger und trägst das Board leichter. - Drop-Through (Retrospec Rift 41“)
Die Trucks gehen durch das Deck und senken deinen Schwerpunkt. Heißt: mehr Stabilität bei Tempo und leichteres Pushen. - Drop-Down (Retrospec Tidal 41“)
Das Deck liegt unterhalb der Trucks und ist dadurch besonders stabil. Gebaut für höhere Geschwindigkeiten und Slides. Eher etwas für Fortgeschrittene. - Weitere Exoten: Fishtails (nur für die Optik), Double-Drops (selten, für Fortgeschrittene) und Cruiser (klein, handlich, im Grunde Retrospec Longboard-Skateboards).
Die besten Retrospec Boards 2026
- Zed Longboard – Günstig, stylish und geschmeidig. Gold wert für Anfänger.
- Rift Drop-Through – Leichtes Pushen, gutes Carving. Günstiger Einstieg ins Downhill.
- Tidal Drop-Down – Tief, steif und schnell. Für Rider, die bereit sind, Hügel runterzubrettern.
💡 Tipp: Wenn du ganz neu bist, nimm das Zed Pintail. Wenn du Stabilität und etwas mehr Tempo willst, ist das Rift Drop-Through der ideale Mittelweg.
Taugen sie was?
Klar, Retrospec ist nicht Landyachtz. Und will es auch gar nicht sein. Für unter 100 $ bekommst du einen ordentlichen Cruiser, der nicht nach einer Woche auseinanderfällt.
Vorteile:
✅ Günstig
✅ Anfängerfreundlich
✅ Auffällige Retro-Designs
✅ Viele Optionen
Nachteile:
❌ Trucks und Kugellager sind mittelmäßig (du wirst aufrüsten wollen)
❌ Nicht so langlebig wie High-End-Boards
❌ Vergiss fortgeschrittene Tricks oder Profi-Downhill
Fazit: tolle Einsteiger-Boards, keine Profi-Ausrüstung.
Retrospec vs. die Konkurrenz
- Landyachtz / Arbor → Premium-Performance, ab 200 $.
- Retrospec → Budget-Spaß, 60–100 $.
- Magneto / Quest → Ebenfalls Budget. Magneto hat manchmal bessere Komponenten, aber Retrospec trifft den Style.
- Sector 9 / Arbor → Boards als langfristige Investition. Retrospec ist deine „Mal sehen, ob mir Longboarden überhaupt gefällt“-Option.
Schnelle Tipps
- Trucks zum Carven lockern, für Tempo festziehen.
- Kugellager aufrüsten – mit Bones Reds fühlt sich dein Board lebendig an.
- Lass es nicht im Regen liegen … außer du stehst auf verzogene Decks.
- Und trag einen Helm. Im Ernst.
Für wen lohnt sich eins?
✅ Studierende, die über den Campus cruisen
✅ Anfänger, die es erst mal ausprobieren
✅ Rider, denen die Optik genauso wichtig ist wie die Funktion
❌ Eingefleischte Downhill-Junkies
❌ Skater, die alles flippen und tricksen wollen
Endgültiges Urteil: Lohnt es sich 2026?
Ja – wenn du neu bist oder einfach einen spaßigen, günstigen Cruiser willst. Nein – wenn du auf Performance aus bist oder wie ein Profi fahren willst.
Retrospec will dich nicht umhauen. Es will dich für weniger als 100 $ zum Rollen bringen, und diesen Job erledigt es perfekt. Und ehrlich gesagt ist das genau das, was die meisten brauchen.
Solltest du also eins kaufen? Wenn du neugierig auf Retrospec Longboards bist und nicht lange grübeln willst – schnapp es dir. Im schlimmsten Fall steht es cool in deinem Zimmer und verstaubt. Im besten Fall? Du verliebst dich ins Longboarden, ohne dass dein Kontostand darunter leidet.


